Museum

Das Museum Weißenfels thront hoch über der Stadt im Schloss Neu-Augustusburg. Erbaut auf den Grundmauern der einstigen Burg, diente das Schloss bis 1746 als Residenz der kursächsischen Nebenlinie Sachsen-Weißenfels und entwickelte sich schnell zu einer kulturellen Hochburg. Im Jahr 1910 öffnete das städtische Museum hier seine Pforten. Heute finden interessierte Besucher und Besucherinnen eine Ausstellung zum Herzogtum Sachsen-Weißenfels sowie zur Geschichte der Stadt. Außerdem können sie das größte Schuhmuseum der neuen Bundesländer besuchen, mit Schuhen aus aller Welt sowie prominenter Persönlichkeiten. Auch die Schlosskirche mit Förner-Orgel sowie ständig wechselnde Sonderausstellungen können während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden.

Im Juni 1874 wurde in der Stadt Weißenfels der Verein für Natur- und Altertumskunde durch Honoratioren der Stadt gegründet. Nachdem anfangs fast ausschließlich vorgeschichtliche Funde gesammelt wurden, ging man ab ca. 1903 dazu über, auch andere Objekte zu sammeln, die für die Geschichte der Stadt von Bedeutung waren. Die Sammlungen des Vereins wurden schließlich der Stadt übertragen und bilden den Grundstock der heutigen Museumsbestände. Neben einer umfangreichen stadtgeschichtlichen Sammlung sowie Autographenbeständen zeichnet sich das Museum insbesondere durch die schon genannte Sammlung historischer Schuhe aus, die als bedeutendste Schuhsammlung in Ostdeutschland zu werten ist. Da Sport eine große Rolle in der Stadt spielt, bildet sich hieran auch Stadtgeschichte ab. Im Zuge des „Sportsfreunde“-Projekts wurden daher sportgeschichtliche Objekte von lokalen Sportler und ansässigen Vereine in die Sammlung aufgenommen.